Entwürfe Ideenwettbewerb Gelände "Alte Hopfenhalle"


Zur Auswertung der Umfrage


Noch garnicht allzu lange ist es her, da stand auf dem Gelände "Alte Hopfenhalle" noch ein riesiges Gebäude. Knapp eineinhalb Jahre später ist davon nichts mehr zu sehen. Doch die Stadt Spalt hat schon vor dem Abriss entsprechende Maßnahmen ergriffen, damit das Gelände nicht weiterhin leer bleibt. Ein Überblick über die geplante Nutzung:

So wurde ein Gestaltungsbeirat gegründet, der aus Architekten, Stadträten und dem Bürgermeister besteht. Dieser hat im Vorfeld einen Ideenwettbewerb für Architekturbüros ausgeschrieben, um die gewünschten Nutzungsmöglichkeiten in einem Gesamtkonzept zu vereinen. Dabei gab es vielfältige und teils auch strenge Vorgaben, die man im Detail unter spalt.de nachlesen kann.

Alle Entwürfe und Modelle sind auch im HopfenBierGut ausgestellt und zu dessen Öffnungszeiten für jedermann einsehbar.


 Auf den Wettbewerb haben sich folgende vier Architekturbüros beworben (alphabetisch sortiert):



ARCHITEKTEN BDA STADTPLANER FRANKE UND MESSMER PART GmbB



Entwurfs-PDF öffnen (Teil 1)
Entwurfs-PDF öffnen (Teil 2)

Konzept:

Städtebaulich und gestalterisches Ziel des Entwurfs ist, dass Bauformen und Gestaltungselemente mit dem Stadtensemble harmonieren, ohne dabei Herkunft und Bauzeit zu kaschieren.

Den Planern war wichtig, die Fläche südlich der Bahnhofstraße auf dem Straßenniveau zu belassen (wenn man aus dem Kreisverkehr Richtung Bahnhof rausfährt) und mit den folgenden in Spalt vielfach auftauchenden Elementen zu arbeiten:

  • Gasse mit geschlossener Bebauung
  • freigestelltes Einzelgebäude
  • Treppe, als verbindendes Element


Dachform und Bauform:

Mit steilen, rotgedeckten Dächern wäre grundsätzlich am leichtesten ein gleichmäßiges Einfügen in den Bestand möglich. Fränkisches Dach nur wenig geeignet, Flachdach in der Lage am Eingang zur Altstadt und in der notwendigen Größenordnung ebenfalls ungeeignet. Möglicher Kompromiss: flach geneigte walmartige Dachformen, die sowohl nah an den traditionellen Bauformen orientiert sind, als auch eine gute Ausnutzung der überbauten Grundflächen bei geringer Verschattung erlauben. Daneben entsteht durch die unregelmäßigen Gebäudegrundformen eine Lebendigkeit in den Baukörpern, die deren tatsächliche Größe überspielt, ohne die Volumen der Baukörper der Altstadt zu imitieren.


Barrierefreiheit / Behindertengerechte Gestaltung:

Das Planungskonzept bietet auf der Stadtebene / Erdgeschossebene die barrierefreie Erreichbarkeit aller Einrichtungen an.


Anbindung im Bereich Kulturbahnhof:

Entwurf versucht, die bereits vorhandenen Einrichtungen wie Vereinshaus, Kulturbahnhof und Jugendtreff an das neu geschaffene Wohn- und Einkaufsareal über einen attraktiven Weg anzubinden. Dies soll durch einen Weg entlang durchgehender Baumreihen entstehen, die gleichzeitig attraktive, verschattete Stellplätze bieten.


Zahlen, Daten, Fakten 

Erdgeschoss

Gebäude 1

510m² Handelsfläche

Gebäude 2

580m² Marktfläche
100m² Lager Markthalle

Gebäude 3

350m² Bäckereinutzung mit Cafe
160m² Dienstleister
Fahrradabstellraum, Müll, Mieterkeller
Garage mit 37 Plätzen


1. Obergeschoss

Gebäude 1

510m² Gesundheitszentrum

Gebäude 2

Luftraum
90m² Bistro

Gebäude 3

300m² Dienstleister
750m² Wohnen


2. Obergeschoss

Gebäude 1

510m² Gesundheitszentrum

Gebäude 2

kein 2. Obergeschoss vorhanden

Gebäude 3

1200m² Wohnen


Zusammenfassung 

  • 3 Gebäude
  • 14 Wohneinheiten
  • Garage
  • barrierefrei
  • Markthalle
  • Bäckerei mit Cafe
  • Gesundheitszentrum
  • Bistro
  • Dienstleister
  • Handelsfläche


KJS + STADTPLANER UND ARCHITEKTEN 



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Konzept:

Das Konzept möchte die schlanke Hausform mit dem extrem steilen Dach übersetzen und zwischen den Häusern Aufenthaltsqualitäten schaffen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Vernetzung von Vorstadt und Altstadt gelegt. Dabei werden die „dichten Reihen“ der Stadt mit den engen Gartenhöfen und den Arbeitshöfen der Altstadt aufgegriffen.

Jede Nutzung hat ihr eigenes Haus oder ist in Schichtungen so konzipiert, dass Laufkundschaft sofort eintreten kann und Büros / Kanzleien eher separat in den OGs liegen.


Baukonstruktionen:

Alle Häuser werden mit einem speicherfähigen massiven Kern und mit heimischem Holz und hochgedämmten Wänden einfach konstruiert.


Energiekonzept:

Es liegt ein ausgefeiltes und durchdachtes Energiekonzept vor, was die Nutzung von Solarenergie, Photovoltaik, Thermik beinhaltet. Das Flachdach der Handelsfläche soll begrünt werden und mit Regenwasserrückhaltung zur Verbesserung des lokalen Mikroklimas beitragen. Der Einsatz eines Blockheizkraftwerks und der Versorgung über Nahwärme ist ebenfalls geplant.


Zahlen, Daten, Fakten 

Erdgeschoss

Freifläche
Markthallen
Lager Markthallen
Handelsflächen
Bäckereinutzung
Gesundheitszentrum
Dienstleister (in 2 Gebäuden)
Wohnen (in 7 Gebäuden)


1. Obergeschoss

Gesundheitszentrum
Dienstleister (in 2 Gebäuden)
Wohnen (in 7 Gebäuden)


2. Obergeschoss (optional)

Gesundheitszentrum
Dienstleister (in 2 Gebäuden)
Wohnen (in 7 Gebäuden)


Zusammenfassung 

  • 11-12 Gebäude (je nach Gewichtung)
  • 14 Wohnungen
  • keine Garage
  • barrierefrei
  • Markthalle
  • Freiflächen
  • Offene (gläserne) Markthalle mit stilisierten Hopfenstangen
  • Handelsflächen
  • Bistro
  • Bäckerei und Stehcafe
  • Gesundheitszentrum
  • Dienstleister
  • Wohnungen

 



MOSER + ZIEGELBAUER ARCHITEKTUR UND STÄDTEBAU GMBH NÖRDLINGEN 



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Konzept:

Das Konzept schafft zwischen den beiden am Kreisverkehr ausgerichteten Gebäuden einen Aufenthaltsbereich für Außenbewirtschaftung. Die kleinen Innenhöfe und Räume laden dabei zum Wohlfühlen ein und der geradlinig verlaufende Brunnen simuliert den Hatzelbach. Wohnungen liegen bewusst im ruhigeren hinteren Teil, während öffentliche Gebäude vorne an der Straße platziert sind.


Dachformen:

Die Markthalle bekomme zwei Satteldächer (Grabendach), die restlichen Gebäude ein Flachdach.

 

Zahlen, Daten, Fakten 

Erdgeschoss

4-förmiges Gebäude

485m² Cafe / Bäckerei
410m² Einzelhandel
1.275m² Tiefgarage / Keller

L-förmiges Gebäude

1.275m² Tiefgarage / Keller

Viereckiges Gebäude

930m² Einzelhandel
1.000m² Markthalle inkl. Lager, Freiflächen und Anlieferung


1. OG

4-förmiges Gebäude

970m² Gesundheitszentrum
820m² Dienstleister / Büros

L-förmiges Gebäude

2.325m² Wohnen

Viereckiges Gebäude

1.000m² Markthalle inkl. Lager, Freiflächen und Anlieferung


Zusammenfassung 

  • 3 Gebäude (je nach Gewichtung)
  • Tiefgarage
  • barrierefrei
  • Bedarf: 117 Stellplätze
  • Vorhanden: 108 Stellplätze
  • ggf. Spielplatz
  • Kostenschätzung gesamt: 10.920.000 €
  • Markthalle
  • Freiflächen
  • Gesundheitszentrum
  • Wohnen
  • Cafe / Bäckerei
  • Einzelhandel
  • Dienstleister / Büros


SRAP ARCHITEKTEN,SEDLAK RISSLAND, NÜRNBERG 

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Die Architekten von SRAP haben sich sehr viele Gedanken gemacht und all Ihre Überlegungen auch im Entwurfs-PDF veröffentlicht. Hier lohnt sich definitiv mal ein Blick hinein, v.a. auf die Seiten 10 und 11. Herausgekommen sind drei Varianten, nämlich einmal die Variante A3a "offener Vierseithof" mit Flachdächern, die Variante G3c mit spitzen Dächern und die Variante G3e "kleiner Weiler" mit Satteldächern auf allen Gebäuden.

 Variante A3a "offener Vierseithof" mit Flachdächern 



Konzept:

Der "offene Vierseithof" besteht aus vier Gebäude, wird als offener Hof umgesetzt und spiegelt damit den Urtyp des ländlich-regionalen Bauens wieder. Im Inneren entsteht so eine kleine geschützte MarktsituationZur Altstadt hin öffnet sich das Areal, um eine Anbindung an diese zu schaffen.

 

Dachformen:

Alle Gebäude besitzen ein Flachdach.

 

Zahlen, Daten, Fakten 

Erdgeschoss

Gebäude 1

230m² Cafe
610m² Dienstleister

Gebäude 2

350m² Bäcker

Gebäude 3

-

Gebäude 4

-


1. Obergeschoss

Gebäude 1

840m² Gesundheitszentrum

Gebäude 2

350m² Handelsflächen

Gebäude 3

650m² Wohnen

Gebäude 4

710m² Markthalle

200m² Marktplatz im Inneren


2. Obergeschoss

Gebäude 1

370m² Gesundheitszentrum
230m² Wohnen

Gebäude 2

350m² Handelsflächen

Gebäude 3

650m² Wohnen

Gebäude 4

310m² Dienstleister


3. Obergeschoss

Gebäude 1

-

Gebäude 2

350m² Wohnen

Gebäude 3

250m² Wohnen

Gebäude 4

310m² Wohnen


Zusammenfassung 

  • 4 Gebäude
  • keine Garage
  • barrierefrei
  • 88 Stellplätze
  • Gesundheitszentrum
  • Handelsflächen
  • Wohnen
  • Dienstleister
  • Bäcker
  • Cafe
  • Markthalle
  • Marktplatz


Variante G3c mit spitzen Dächern 



Konzept:

Der "offene Vierseithof" besteht aus vier Gebäude, wird als offener Hof umgesetzt und spiegelt damit den Urtyp des ländlich-regionalen Bauens wieder. Im Inneren entsteht so eine kleine geschützte Marktsituation. Zur Altstadt hin öffnet sich das Areal, um eine Anbindung an diese zu schaffen.

 

Dachformen:

Alle Gebäude besitzen ein spitzes Dach.

 

Zahlen, Daten, Fakten 

ähnlich / gleich zu Variante A3a


Zusammenfassung 

  • 4 Gebäude
  • keine Garage
  • barrierefrei
  • 88 Stellplätze
  • Gesundheitszentrum
  • Handelsflächen
  • Wohnen
  • Dienstleister
  • Bäcker
  • Cafe
  • Markthalle
  • Marktplatz

 
Variante G3e "kleiner Weiler" mit Satteldächern 



Konzept:

Der "kleine Weiler" besteht aus fünf Gebäuden und bildet ein lockeres, weilerartiges Gehöft. Durch die Gebäudeanordnung entsteht im Inneren eine kleine geschützte Marktfläche. Der Platz stellt die gemeinsame Mitte der Anlage dar.


Dachformen:

Markthalle und Handelshaus bekommen ein für die Region typisches Hopfendach, welches zeitgenössisch neu interpretiert wird. Die restlichen Gebäude erhalten ein traufständiges Frackdach und nehmen sich in Ihrer Erscheinung dadurch zurück.

Als Alternative wären auch schlichte, ruhige Satteldächer auf allen Gebäuden denkbar.


Zahlen, Daten, Fakten 

Erdgeschoss

Gebäude 1

760m² Markthalle

Gebäude 2

150m² Cafe
500m² Dienstleister

Gebäude 3

330m² Bäcker

Gebäude 4

-

Gebäude 5

-


1. Obergeschoss

Gebäude 1

Markthalle (Luftraum)

Gebäude 2

650m² Gesundheitszentrum

Gebäude 3

330m² Handel

Gebäude 4

540m² Wohnen

Gebäude 5

270m² Wohnen

200m² Marktplatz im Inneren


2. Obergeschoss

Gebäude 1

-

Gebäude 2

650m² Gesundheitszentrum

Gebäude 3

330m² Handel

Gebäude 4

540m² Wohnen

Gebäude 5

270m² Wohnen


3. Obergeschoss

Gebäude 1

-

Gebäude 2

-

Gebäude 3

330m² Wohnen

Gebäude 4

540m² Wohnen

Gebäude 5

270m² Wohnen


Zusammenfassung 

  • 5 Gebäude
  • keine Garage
  • barrierefrei
  • 86 Stellplätze
  • Gesundheitszentrum
  • Handelsflächen
  • Wohnen
  • Dienstleister
  • Bäcker
  • Cafe
  • Markthalle
  • Marktplatz